Magnet- und Ferritkernspeicher
Magnetkernspeicher (Ferritkernspeicher) wurden unter anderem in den 1960er und 1970er Jahren als Hauptspeicher eingesetzt.
Sie bestehen aus einer Matrix von kleinen Kupferringen, durch die ein Lesedraht und zwei Schreibdrähte durchgefädelt waren. Die Schreibdrähte bildeten ein Gitter und über jedem Kreuzungspunkt hing ein Kern. Durch Anlegen einer Spannung konnte jeder Kern einzeln magnetisiert werden, durch umpolen der Spannung änderte sich die Magnetisierungsrichtung. Diesen beiden Magnetisierungsrichtungen konnten die logischen Zustände 0 und 1 zugeordnet werden, was pro Kern einem Bit entspricht.
Das Umkehren der Magnetisierungsrichtung induzierte einen Strom im Lesedraht, mit dem diese Zustandsänderung erfasst werden konnte.

