Festplatten
Funktionsweise
Ähnlich wie Floppys sind Festplatten ferromagnetische Speichermedien. Sie bestehen aus folgenden Komponenten:
- Plattenarm mit Schreib- und Lesekopf
- Speicherscheiben
- Elektromotor, der die Scheiben antreibt
- Antrieb des Plattenarms
- Steuerelektronik
Entwicklung
Im Jahre 1956 stellte IBM die erste Festplatte vor. Sie konnte auf 50 Speicherplatten zu je 24 Zoll 5 Megabyte speichern. Sie wog ca. 500 kg, war so groß wie ein Kleiderschrank und verbrauchte 10 kW Strom. Die Schreib-/Leseköpfe wurden elektro-pneumatisch gesteuert. Daher besaß jede Festplatte einen integrierten Druckluftkompressor. Von da an begann eine Entwicklung, um immer mehr Speicherplatz auf immer kleineren Festplatten zu erreichen, die bis heute andauert. 1980 wurde mit der Seagate ST506 die erste 5 '' Festplatte vorgestellt. Dieser Formfaktor blieb lange die Standardgröße für Festplatten bis ca. 1990 die ersten 3.5 '' Festplatten erschienen. Die ST506 hatte eine Speicherkapazität von 6 Megabyte, eine riesige Datenmenge für diese Größe in der damaligen Zeit. 1997 brachte IBM mit der Deskstar 16GP ein Laufwerk im 3,5'' Formfaktor heraus, die bereits 16,8 GB speichern konnten. Anfangs des neuen Jahrtausends wurden durch perpedincular recording viel höher Datendichten möglich. So brachte die Firma Hitachi im Jänner 2007 eine Festplatte mit 1000 GB Kapazität heraus.
Perpendicular recording - Was ist das?
Anfangs legte man die magnetisierbaren Teilchen in der Beschichtung waagrecht zur Drehrichtung der Scheibe an. Dadurch verbrauchen sie aber unnötig viel Platz, da sie um ein vielfaches länger als dünn sind. Daher legt man beim perpendicular recording die Teilchen senkrecht zur Drehrichtung aus, was eine theoretische Erhöhung der Datendichte um den Faktor 10 zur Folge hat.

