Magnetbänder
Allgemein

Das Magnetband, das aus einer schmalen, langen Kunststofffolie besteht, ist ein Speichermedium.
Die Kunststofffolie wird mit einem magnetisierbaren Material beschichtet.
Sie ist auf einen sogenannten "Bobby" gewickelt (Zylinder auf den das Magnetband gewickelt ist).
Schreibverfahren
Grundsätzlich gibt es 2 Methoden ein Magnetband zu beschreiben: Das Start-Stopp-Verfahren und das Streaming-Verfahren.
Start-Stopp-Verfahren
Beim Start-Stopp-Verfahren werden immer nur einzelne Datenblöcke auf das Magnetband geschrieben und dazwischen befinden sich Lücken.
Diese Lücken werden in Fachkreisen auch "Klüfte" oder "Interblock-Gaps" genannt.
Ein beschriebenes Magnetband sieht ungefähr so aus:
dd.....dd.....dd.....
dd => Datenblöcke
..... => Klüfte
Auf einem Magnetband befinden sich mehr Klüfte als Datenblöcke.
Um Magnetbänder effizienter zu machen, wird die "Blocking Methode" angewandt.
Dabei werden mehrere kurze, logisch zusammenhängende Datenblöcke, auf dem Hauptspeicher eines Rechners, zu einem langen Datensatz zusammengeführt.
Streaming-Verfahren
Das Streaming-Verfahren ist die modernste Methode ein Magnetband zu beschreiben.
Das Band wird dabei, ohne anzuhalten, beschrieben. Dies schont das Magnetband und das Schreibgerät.
Voraussetzung dafür ist, dass die Daten schnell genug an das Magnetband gesendet werden.
Muss das Band trotzdem mal gestoppt werden, werden so genannte Filemarks geschrieben.
Somit kann, fast ohne Verluste, weiter geschrieben werden.
Das Band muss aber ein Stück zurückgespult werden.
Geschichte
Die Grundidee wurde, durch die Magnetisierbarkeit eines Drahtes, beeinflusst.
Um 1900 wurde die Grundidee von Oberlin Smith ausgearbeitet, jedoch setzte er sie nie in die Tat um.
Der Däne Valdemar Poulsen zeichnete Töne auf einem dünnen Draht auf, doch dies war nur eine technische Spielerei und unausgereift.
Er versuchte Telefongespräche aufzuzeichnen, da er für die Copenhagen Telephone Company arbeitete.
Später bekam er das Patent 661,619 für einen hochkant stehenden mit Draht umwickelten Zylinder.
Diese Erfindung wurde ausgezeichnet und Poulsen nahm damit auch die Stimme von Kaiser Franz Josef auf, was die älteste Tonaufnahme der Welt ist.
1934 entwickelte die AEG das erste Magnetbandlaufwerk, das jedoch die Bänder zerriss, weil es nur einen Motor hatte.
1935 entwickelten Techniker der AEG einen Dreimotor Antrieb, der das Einreißen weitgehend verhinderte.
Somit wurde das erste, funktionierende, Magnetbandlaufwerk gebaut, das K1.
Die AEG entwickelte im Laufe der Zeit das K1 weiter und das K2 entstand.
Heutzutage werden Magnetbänder, aufgrund der leichten Anwendbarkeit, als reine Backup-Medien verwendet.